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Hallo "Michl",
vielen Dank für deinen Eintrag ins Gästebuch. Schön, dass du auch der Meinung bist, dass beim Thema Sicherheit umfangreiche Vorkehrungen getroffen werden sollten. Leider kann ich den Punkt mit den "20 Jahren" so nicht stehen lassen. Vor 20 Jahren hatte man beispielsweise in einem normalen Auto kein ESP, kein ABS, keine Airbags, ... - heute will glaube ich niemand mehr darauf verzichten.
Genau so ist auch im Bereich Atemschutz, vor allem in Sachen Notfalltraining, die Zeit nicht stehen geblieben. Natürlich sind diverse Ausrüstungsgegenstände mitzuführen, an die man vielleicht vor 20 Jahren noch gar nicht gedacht hat, aber genau hier setzt beispielsweise eine Sicherheitstrupptasche an. Durch die Sicherheitstrupptasche sind die "über 10 Sachen" einfacher mitzuführen.
Ob nun ein ehrenamtlicher oder hauptamtlicher Feuerwehrdienstleistender zum Atemschutzeinsatz vorgeht spielt in meinen Augen keine Rolle. Es hört sich jetzt vielleicht etwas abgedroschen an, aber hier passt es wunderbar: Bei einer Berufsfeuerwehr brennt es nicht anders, als bei einer freiwilligen Feuerwehr! Somit sind auch die Gefahren, denen man im Atemschutzeinsatz ausgesetzt ist, die gleichen.
Bist du dir sicher, dass Berufsfeuerwehren oder Werkfeuerwehren aufgrund des von dir beschriebenen höheren Atemschutzaufkommens auf Sicherheitstruppkonzepte verzichten? Besonders (Berufs-)Feuerwehren, die in den letzten Jahren Atemschutzunfälle zu verzeichnen hatten, haben diese Unfälle analysiert und daraus auch Konsequenzen in Form von veränderten Vorgehensweisen gezogen.
Sicherheitstruppkonzepte also als "Spinnerei" zu bezeichnen ist äußert gewagt. Wir wollen mit unserer Berichterstattung Gedankenanstöße geben. Wenn du in deiner Feuerwehr Entscheidungsträger bist und dich bewusst gegen ein Sicherheitstruppkonzept entscheidest, ist das in Ordnung. Andere Feuerwehren wiederum haben bereits solche Konzepte oder arbeiten diese aktuell aus.
Ob mit Sicherheitstruppkonzept oder ohne - ich wünsche allen Feuerwehrdienstleistenden, dass sie gesund von Ihren Einsätzen zurückkommen.
Michael Brandl
Atemschutz.org
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